Was geht?

Bewusstes und achtsames Gehen und Wandern hat nicht nur gesundheitliche Vorzüge, sondern ist auch ein Weg die Gedankenkreisläufe im Kopf zu beruhigen -, wenn... ja wenn es gelingt mit der Aufmerksamkeit im Fühlen und Spüren der Bewegung zu bleiben oder/ und sich auf die nähere Umgebung zu konzentrieren und wahrzunehmen was am Wegrand kreucht, fleucht und wächst.

Ein Weg solche Pfade zu beschreiten ist der den Dr. Milton Trager vorschlägt:

Seine Bewegungsübungen sollten im Grunde frei jeden Strebens von Ziel ausgeführt werden. Absichtslos. Das Gehen wird dann eher ein Sich-gehen-lassen.

Dies zum Gelingen zu bringen fordert oben genannte Konzentration auf das was jetzt im Moment geschieht.


Am besten starten Sie mit dem Entschluss sich alleine auf den Weg zumachen. Zwei- oder Mehrsamkeit mag wunderbar sein, katapultiert aber leider allzu häufig aus der Aufmerksamkeit für das Jetzt heraus, da sich oft und oft Geschichten in die Gehirne einschleichen, die s o f o r t erzählt werden möchten.


Alleine also ...  Achtsamkeit aktivieren. Von wo aus genau starte ich meinen Weg, was sehe ich rund um mich?

Dies festzustellen braucht nicht lange, nur schauen, riechen, hören und dann kurz die Augen schließen, den Stand wahrnehmen. Wie fühlt sich mein Körper heute an? Wie ist meine Aufrichtung? Stehe ich gut verbunden auf der Erde? Wo nehme ich Gewicht wahr? An der Außenseite meiner Fußsohlen? Innen? Mehr auf den Fersen, oder vorne, da wo das Quergewölbe ist? Spüre ich meine Zehen? Die Große, die Kleine? Alle?


Aus dieser Wahrnehmung heraus gestalten sich die ersten Schritte:

einfach nur gehen und dabei in dieser besonderen Aufmerksamkeit bleiben.

Schwingen meine Arme? Welches Tempo ist mir heute angenehm?

Sollten Sie noch aktuellen Tagesstress abbauen wollen, ist das Tempo eventuell noch schnell, doch später darf´s wieder langsamer werden. Achtsam, wie Meditation, die zur eigenen Mitte führt.


Sind der Geist frei und die Sinne offen  für die Umwelt, dann sieht man nicht nur mehr, sondern auch anders.

Statt der Quantität der Eindrücke, von schneller, höher, weiter, zählt die Qualität. Sieht die Details der Natur und sobald sich kindliches Staunen einstellt sind Sie da - ganz im Jetzt. Ganz bei sich.


Nebenbei heilt der Aufenthalt im Grünen, lindert Stress und Depression, hellt die Stimmung auf.

mein Buchtipp dazu: Der Biophilia Effekt von Clemens G. Arvay


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Kommentare: 1
  • #1

    Gruber Ulli (Sonntag, 06 September 2015 10:00)

    Für mich eine sehr interessante Betrachtungsweise - " Sich gehen lassen" - werde dies bei meinen Spaziergängen umsetzen.... Danke Ulli