Düfte die berühren - seit Jahrtausenden
Manchmal reicht ein Duft, um den Tag anders zu gestalten: Sanfter, müheloser oder konzentrierter.
Aromatherapie verbindet Natur mit Wohlbefinden und schafft Räume für Entspannung, neue Energie und innere Balance. In diesem Artikel nehme ich dich mit auf eine kleine Reise: Von der faszinierenden Geschichte der ätherischen Öle über ihre allgemeine Wirkung und wie riechen funktioniert.
Ein Blick zurück
Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte werden Pflanzen von Menschen genutzt: als Nahrung, Baumaterial, für Feuer, zum Färben, als Heilmittel, Kosmetik, und zur Beduftung.
Der Blick in die Geschichte des Duftes geht weit zurück. Es gibt Aufzeichnungen, die auf die Verwendung von Duftstoffen von vor 5000 Jahren vor Christus hinweisen. In alten indischen Schriften, den Veden, auf denen die Heilkunde des Ayurveda beruht, gibt es genauso Hinweise wie in der Bibel.
Die Ägypter verwendeten Harze und in Öl eingelegtes Pflanzenmaterial zur Mumifizierung und Zeremonien. Auch im antiken Griechenland und im römischen Reich spielten Düfte eine Rolle bei der Pflege, dem Wohlbefinden und als Begleiter von Heilmethoden.
Alle Hochkulturen verwendeten heilende und wohltuende Essenzen.
Die Araber verfeinerten die Kunst des Destillierens und nutzen die Wasserkühlung für noch feinere Düfte. Von dort gelangte das Wissen um das 10. Jahrhundert nach Spanien.
Paracelsus wusste um die Wirkung ätherischer Öle und brachte diese bereits mit bestimmten Inhaltsstoffen in Verbindung.
Im europäischen Mittelalter waren Kräuter eine große Hilfe bei Plagen, in Klöstern wurden Heilpflanzengärten angelegt und daraus Medikamente hergestellt. Es gab auch im Volk Kräuterkundige.
Die Parfümherstellung wurde immer wichtiger, Frankreich entwickelte sich zu einem Hauptproduzenten.
Moderne Aromatherapie
Der Begriff "Aromatherapie" wurde erst vom französischem Chemiker René-Maurice Gattefossé geprägt, er entwickelte, aus seinen Erfahrungen der Wundheilung am eigenen Leib mit Lavendelöl, eine Heilmethode und schrieb mehrere Bücher (zB.: "Aromatherapie" - 1937)
Inspiriert von Gattefosse´s Veröffentlichungen setzte der Militärchirurg Jean Valnet ätherische Öle (u.a. Wacholderöl bei Schusswunden) ein und behandelte später in seiner Arztpraxis nur mit ätherischen Öle und Kräutern.
Mit der Weiterentwicklung der Gewinnung und wissenschaftlichen Betrachtung ätherischer Öle entstand später ein moderner Ansatz für die Anwendung ätherischer Öle. Der Fokus liegt in der Beratung auf individuelle Bedürfnisse, Sicherheit und wirksamer Anwendung.
Die allgemeine und individuelle Wirkung ätherischer Öle
Ätherische Öle können dabei helfen, innere Balance zu unterstützen, Entspannung und Stressabbau zu fördern und den Körper in einen stimmigen Zustand zu begleiten. Viele Menschen erleben die Wirkung ätherischer Öle gleichermaßen für Körper und Geist. Die Aromatherapie ist Teil der Kräuterkunde.
In der Aromapraxis werden Fragen gestellt, die die Wahrnehmung der Klientin, des Kunden auf die momentanen individuellen Bedürfnisse legen. Wo solls hingehen? Was soll "mehr" werden im Leben?, sind zwei der Überlegungen die wir anstellen. Als dipl. Aromapraktikerin kenne ich die biochemische Zusammensetzung von ätherischen Ölen und die Wirkweisen der jeweiligen Pflanze. So kann ich, mit Berücksichtigung der Vorsichtsgebote und Kontraindikationen eine Vorauswahl für den nächsten Schritt in der Duftberatung setzen. Meine schamanische Schulung ermöglicht mir darüber hinaus eine erweiterte Erkenntnis zu den Einsatzmöglichkeiten, hier ist jede Pflanze viel mehr als ihre biochemische Zusammensetzung.
Das Wichtigste ist und bleibt jedoch die Wahrnehmung meiner Kund:innen, die Nase gibt im Blind- Riechtest letztendlich vor, welche Pflanzen den Vorzug bekommen. Aus all dem wird eine individuelle Komposition gemischt und als ätherische Ölmischung mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.
Wie riechen funktioniert: Dein Körper "übersetzt" die Düfte
Riechen ist erstaunlich. Es passiert schneller, als man denkt und verbindet sich stark mit Gedächtnis und Stimmung. Nicht nur wenn wir bewusst an einer Pflanze, oder einem Öl riechen, sondern ständig. Fast alles was uns umgibt riecht, oft unter der Wahrnehmungsschwelle, unser Körper reagiert trotzdem. Die Nase hilft uns bei alltäglichem: Ist das Essen noch genießbar, oder schmeckt es heute besonders gut? Jeder der einen eingeschränkten Geruchsinn hat, oder ihn gar gänzlich verloren, kann bestätigen, dass Essen nur noch die halbe Freude macht. Stechende Gerüche warnen uns vor möglichen Gefahren und das Gegenüber sollte man sowieso gut riechen können.
Grob läuft riechen so ab: Duftmoleküle gelangen in die Nase und wandern weiter zu Rezeptoren. Mit einem Schlüssel-Schloss Prinzip werden diese erkannt und in elektrische Signale gewandelt. Sie gelangen in Gehirnbereiche die mit Erinnerungen und Emotionen verbunden sind. Deshalb kann ein Duft eine Erinnerung auslösen und Stimmungen beeinflussen; fast wie ein innerer Schalter.
Dieser Vorgang ist so spannend und wert einen eigenen Blogbeitrag zu bekommen.
Die Wirkung über die Haut
Ätherische Öle sollten, bis auf sehr eingeschränkte Ausnahmen, nie pur auf die Haut aufgetragen werden. Sie werden mit pflanzlichen Trägerölen in 0,5% - 3% Konzentration gemischt. Ungefähr so kommen sie auch in der Pflanze vor und das ist auch für uns Menschen vollkommen ausreichend. Ätherische Öle dienen den Pflanzen als "Apotheke", locken Nützlinge an, wehren Schädlinge ab, dienen der Kommunikation mit Pflanzen in der Umgebung und können als Hitze- oder Kälteschutz dienen.
Bei achtsamer Anwendung sind Öle wertvolle Unterstützung für die Hautgesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Ätherische Öle kann man schon nach wenigen Minuten im Blut nachweisen, dass wiederum die Wirkstoffe im ganzen Körper verteilt.
Im Rhythmischen Körperbalancing verwende ich persönlich abgestimmte Duftkompositionen, als Trägeröl dienen Johanniskrautöl, Jojobawachs, oder Mandelöl. So wird die Anwendung ein ganzheitliches Ankommen über das Einatmen und den Hautkontakt. In der Aromapraxis achte ich natürlich auf die passende Verdünnung und die individuelle Dauer, so bleibt es angenehm und sicher.
Ätherische Öle im Alltag
Abendritual:
Zum "Runterfahren", mehr Ruhe im Körper und einen sanften Übergang in die Nacht.
Morgenenergie:
Für Frische, Klarheit und einen guten Start.
Zwischendurch-Balance:
Wenn du merkst, dass du heute ein bisschen mehr Halt brauchst.
Als Konzentrationsbooster:
Derweil ich an diesem Blog schreibe begleitet mit Rosmarin und Zitrone, mit einem Hauch Lärche.
Du musst dabei nicht kompliziert denken. Schon ein bewusst gewählter Duft, oder deine Lieblingsmischung und die passende Anwendung können einen Unterschied machen.
Einladung: Komm in meine Aromapraxis
Du möchtest deine passende Aromatherapie finden und sie sicher umzusetzen?
Vereinbare einen Termin und entdecke, wie ätherische Öle dich unterstützen können: Körperlich, emotional und ganz sanft. Dein Wohlbefinden, auch gerne das Wohlbefinden deines Kindes, steht im Mittelpunkt.
Gemeinsam finden wir die Düfte und Anwendungen, die sich in deinem Alltag und für deine Ziele stimmig anfühlen. Sanft, individuell und wohltuend.
Ich freue mich!
Petra
MAScentⓇ l PROFESSIONAL Master of Aromapractice





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