Um was geht es beim Beckenbodentraining?

Wissen rund um den Beckenboden und über “wie erreiche und trainiere ich ihn”, ist Gold wert!

Gold für die Kraft aus deiner Tiefenmuskulatur, die der Boden deiner Aufrichtung und somit der Wirbelsäulengesundheit ist.

Gold für deine Eigenwahrnehmung: welche Haltung tut meinem Körper nicht gut? Welche SOS Übung kann ich bei Bedarf sofort und eigenständig einsetzen? Wie verändere ich meine Haltung dauerhaft?

 

Die Beschäftigung mit dem Beckenboden und sein Training ist nicht punktuell auf das untere Körperstockwerk ausgerichtet, sondern immer ein Ganzkörpergeschehen. Alles ist mit allem vernetzt und so macht es Sinn, Aufspannung in den Körper zu holen - von der Sohle bis zum Scheitel.

 

Dann und erst dann, werden Tiefenmuskeln, Faszien und Knochen wie zu einem Musikinstrument, das ohne Misstöne bespielbar wird. Du lernst, dem Körper feinste “Bewegungstöne” zu entlocken und so eine freundschaftliche Verbindung mit ihm einzugehen, die dich dabei unterstützen wird deiner Gesundheit zu dienen - als tägliche Basis - wenn du dran bleibst!

 

Aufspannung von der Sohle bis zum Scheitel ist “ein Raum” schaffen, dafür werden die Knochen aus und aufgerichtet, bringen diese in eine optimale Position und öffnen die Gelenke. Auch zwischen Becken und Brustkorb ist mehr Raum not-wendig, allzu oft wird der Brustkorb auf das Becken wie abgesetzt, der Beckenraum verkürzt sich und die inneren Organe drücken schwer auf den Levator Ani, die tiefe Beckenbodenschicht, täglich, Jahrzehnte lang.

Knallt beim Niesen das Zwerchfell auch noch beckenwärts wird für viele Frauen Harnverlust sicht- und spürbar. Somit wird erkennbar, welche Rolle die Aufrichtung des Brustkorbes und auch des Kopfes spielt und ist deshalb ebenfalls Thema im BB Training.

Das Becken wird im Coaching in Beckenschaufeln, Kreuzbein, Schambein und Steißbein unterteilt und im Training auch so angesprochen. Überhaupt werden im CANTIENICAⓇ - Training einzeln Körperteile genau bezeichnet.

So werden aus Schultern Oberarmkugeln, Schulterblätter, Schulterdächer und Schlüsselbeine. Anfangs mag das etwas verwirrend sein, doch du gewöhnst dich schnell daran und es bietet eine gute Möglichkeit, die Unterschiedlichkeit der Körperbereiche wahrnehmen zu lernen und DAS ist eine wundervolle Grundlage für Veränderung von Haltungs- und Schmerzmustern

Zugegeben, nicht über Nacht, je nach Problemdarstellung braucht es schon Zeit, Aufmerksamkeit und ein immer wieder “drangehen”. 

In den Trainings eröffnest du dir Möglichkeiten von Kraftaufbau, von Erinnerung an das “Wie” und verbesserst deine Kommunikation mit dem Körper von Mal zu Mal. Der Alltag ist deine Plattform der Transformation und echter Veränderung.

 

Nochmal zum Levator Ani. Das ist die Bezeichung der Abschlussmuskulatur des Torsos, unseres Leibes. Es ist auch nicht ein (1) Muskel, sondern ein Muskelverbund.

Er verliert seine natürliche Aufspannung aus verschiedenen Gründen: Geburten, gynäkologischen Operationen, “schädigenden” Haltungs- und Atemmustern, Imitation “schlechter” Körpervorbilder bereits in der Kindheit und Jugend, Hormonumstellungen.

Daraus kann eine Kaskade von Körpersensationen folgen, wie Organsenkungen (Blase, Gebärmutter), Vorfällen (Blase, Gebärmutter, Scheidenwand,...) in verschieden schweren Abstufungen, Rückenschmerzen, besonders der untere Rücken, Schmerzen beim S.ex, das Gefühl frau würde die inneren Organe über die Vagina verlieren (was schmerzhaft sein kann), das Gefühl die innere Mitte zu verlieren (auch auf emotionaler Ebene) und so einiges mehr…

Die Grundkenntnis über den alltagstauglichen Umgang mit dem Beckenboden sollte Bestandteil jeder Körper-SOS-Apotheke sein.

Das macht das Leben einfach leichter.

 

Alle Möglichkeiten zum Training in Präsenzkursen und online findest du im Terminkalender der "Die sanfte Körperschule".

Ich freue mich sehr dich zu mehr Körperbewusstsein begleiten zu dürfen!

 

Petra Heim

Trainerin für Körper - und Bewegungsbewusstsein

CANTIENICAⓇ - Instruktorin

TRAGERⓇ - Praktikerin

Energetische Begleitung